1,8 Mio.
Menschen mit Behinderung in der Schweiz
Ein vierjähriges Programm · Startup Campus, ZHAW, Procap, Pro Infirmis
EnableFounders ist die erste Schweizer Plattform, die Menschen mit Behinderung systematisch zu Unternehmer:innen ausbildet, mit Co-Foundern matcht und finanziert. Vier Module. Vier Jahre. Ein neues Ökosystem.

Warum es konkret wird
Vor zwei Jahren ein Töff-Unfall. Querschnittlähmung. IV-Rente. Davor war sie IT-Beraterin. Jetzt hat sie eine Idee für eine digitale Beratungsplattform — und niemanden, der ihr sagen kann, ob sie als IV-Bezügerin ihre eigene GmbH gründen darf, wie sich das auf ihre Rente auswirkt und ob sie bei Innosuisse antragsberechtigt ist.
Sara ist erfunden, aber typisch. Sobald reale Schweizer Disabled Founder:innen sichtbar gemacht werden können, ersetzt eine reale Person diese Vignette.
Die Lücke
1,8 Mio.
Menschen mit Behinderung in der Schweiz
<5 %
sind unternehmerisch tätig (Schätzung OECD)
0
spezifische Schweizer Accelerator-Programme
Die rechtlichen Grundlagen für Selbstständigkeit existieren. AHV, IV und EO erkennen Disabled Founders an. Was fehlt, ist die Brücke: Kein Programm vermittelt Geschäftsmodellierung, IV-Recht, Co-Founder-Suche und Mikrofinanzierung in einem Pfad. Pro Infirmis und Procap beraten. IV-Stellen vermitteln Anstellungen. Aber niemand baut den Weg in die Selbstständigkeit.
1 %
Schon eine kleine Erhöhung der Selbstständigkeitsquote würde mehrere Tausend Menschen in ökonomische Selbstbestimmung bringen. Das Framing ist deshalb nicht nur sozialpolitisch: Es geht um die bessere Allokation von Schweizer Humankapital, Innovationskraft und Steuerbasis.
Bestehende Stellen
EnableFounders beginnt nicht bei null. Pro Infirmis, Procap, Inclusion Handicap, AGILE.CH, Profil — Arbeit & Handicap und EnableMe decken Beratung, Rechtsschutz, Selbstvertretung, Arbeitsmarktintegration und digitale Community bereits ab. Der Unterschied: Diese Kompetenzen werden noch nicht als durchgehender Weg in die Selbstständigkeit orchestriert.
Fachorganisation · Beratung
Kostenlose Sozialberatung in allen Regionen, Sozialversicherungsfragen, finanzielle Engpässe, Lebensplanung, Assistenzberatung und kantonale Rechtsberatung.
EnableFounders-Lücke: Stark in Lebens- und Rechtsfragen, aber nicht als systematischer Founder-Pfad für Selbstständigkeit gebaut.
Tochterstiftung · Arbeitsmarkt
Vermittelt Menschen mit Behinderung explizit in den ersten Arbeitsmarkt und bringt Arbeitgeber:innen, Kandidat:innen und Integrationswissen zusammen.
EnableFounders-Lücke: Der Fokus liegt bisher primär auf Anstellungsverhältnissen. EnableFounders ergänzt diesen Pfad um Selbstständigkeit und Unternehmertum.
Selbsthilfe · Recht · Aktivismus
Grösste Selbsthilfeorganisation mit rund 21'000 Mitgliedern, 40 Regionalsektionen, eigener Rechtsberatung, Expertise zu hindernisfreiem Bauen, Reisen und Sport.
EnableFounders-Lücke: Besonders relevant für Modul D: Procap bringt Aktivismus, Sozialversicherungsrecht und Lobbying-Kompetenz in die Systemveränderung.
Rechtsschutz-Dachverband
Juristisch spezialisiert auf Verfahren bei Diskriminierung und Konflikten im Sozialversicherungssystem.
EnableFounders-Lücke: Wichtig, wenn Selbstständigkeit an rechtlichen Schwellen scheitert: Der Founder-Pfad braucht belastbaren Rechtsschutz.
Dach der Selbstvertretung
Politisch zentrale Stimme der von und für Menschen mit Behinderung geführten Organisationen.
EnableFounders-Lücke: Ohne Referenz zu AGILE.CH fehlt Bundespolitik-Legitimität. EnableFounders sollte Selbstvertretung nicht nur nennen, sondern strukturell einbinden.
Digital-first · Community
Schweizer Stiftung mit digitaler Plattform, internationaler Community-Aktivität und Unternehmerprofil durch Joachim Schoss.
EnableFounders-Lücke: Strategisch wichtigster Erstkontakt: Namensnähe, digitales Ökosystem und Entrepreneurship-DNA machen EnableMe zum natürlichen Brückenpartner.
Der Reframe
„Innovation gehört zum Behindertsein. Wir lösen täglich Probleme, weil die Welt nicht für uns gebaut ist. Genau das ist Unternehmertum.“
EnableFounders folgt diesem Prinzip. Wir behandeln Behinderung nicht als Defizit, das kompensiert werden muss, sondern als Trainingsfeld unternehmerischen Denkens. Lived Experience ist die wertvollste Ressource im Programm.
Wie wir arbeiten
Lived Experience ist nicht nur Inhalt des Programms, sondern seine Architektur. Beirat, Curriculum, Coaching-Pool und Programmentscheidungen werden so gebaut, dass Disabled Founders nicht Zielgruppe, sondern Mitautor:innen sind.
Beirat
Mindestens die Hälfte der Stimmen liegt bei Menschen mit eigener Behinderung. Strategische Entscheidungen brauchen diese Perspektive, nicht nur ihre Beratung.
Coaching-Pool
Ein substantieller Teil der Coaches bringt eigene Disability- und Founder-Erfahrung ein. Lived Experience wird damit zur methodischen Ressource.
Programmleitung
Das Programm wird als geteilte Leitung konzipiert: Startup-Kompetenz und eigene Behinderung sollen auf Entscheidungsebene zusammenkommen.
Das Programm
A · DISCOVER · JAHR 1
Erste Schritte
Wir klären mit jeder teilnehmenden Person, ob Selbstständigkeit praktisch, rechtlich und persönlich tragfähig ist. Aus einer vagen Idee entsteht ein erster Gründungsentscheid mit Risikoübersicht.
Was wir tunIntake, Selbstassessment, IV-/AHV-/EO-Check, Ideen-Sprints, Peer-Circles und Einzelgespräche mit Sozialversicherungs- und Startup-Expert:innen.
Was entstehtFounder-Readiness-Profil, rechtlicher Erstkompass, priorisierte Geschäftsidee und persönlicher 90-Tage-Plan.
Warum es zähltDie Person weiss, ob sie gründen kann, welche Hürden real sind und welcher nächste Schritt ohne Überforderung möglich ist.
6 Monate · 60 Teilnehmende · hybrid
B · BUILD · JAHR 2
Der Accelerator
Wir bauen aus der Idee ein testbares Geschäftsmodell. Der Switzerland-Specific-Track übersetzt Sozialversicherungs-, Rechts- und Kapitalfragen direkt in unternehmerische Entscheidungen.
Was wir tunCohort-Programm, Customer Discovery, Prototyping, Pricing, Pitch-Training, Co-Founder-Matching und Fallarbeit zu IV-Rente, Hilflosenentschädigung, GmbH, Einkommen und Kapitalaufnahme.
Was entstehtValidiertes Geschäftsmodell, erster Prototyp, Pitch-Deck, Co-Founder- oder Coach-Match und individuelle Gründungsarchitektur.
Warum es zähltFounder:innen verlassen das Modul nicht mit Motivation, sondern mit einem überprüften Modell und einer konkreten Schweizer Umsetzungslogik.
9 Monate · 30 Teilnehmende · Winterthur + Online
C · LAUNCH · JAHR 3
Mikrofinanzierung & Markteintritt
Wir bringen die besten Modelle in den Markt. Finanzierung, Rechtsbeistand, barrierefreie Arbeitsorte und Kundenzugang werden nicht empfohlen, sondern organisiert.
Was wir tunGrant-Vergabe, Meilensteinverträge, Rechtsbeistand mit Procap, Founder-in-Residence-Plätze, Procurement-Introductions, Pilotkund:innen und wöchentliches Launch-Coaching.
Was entstehtGegründete oder vorbereitete Firma, erste zahlende Kund:innen, Kapitalzusage, rechtliche Absicherung und 12-Monats-Markteintrittsplan.
Warum es zähltAus einem Programmprojekt wird eine wirtschaftlich ernst gemeinte Gründung mit Markt, Struktur und Schutz vor sozialversicherungsrechtlichen Fehltritten.
12 Monate · bis zu 20 Gründungen · CHF 600'000 Kapital-Pool
D · SCALE & SYSTEMIZE · JAHR 4
Vom Programm zum Ökosystem
Wir machen aus den ersten Gründungen eine dauerhafte Schweizer Infrastruktur. Erfolgreiche Founder:innen werden sichtbar, Regeln werden angepasst und Organisationen werden befähigt, den Pfad weiterzutragen.
Was wir tunEnableFounders Award, Policy-Lab mit BSV, SECO und EBGB, Corporate Procurement Network, Train-the-Trainer für Partnerstellen und Veröffentlichung der Inklusionsdaten im Startup-Ökosystem.
Was entstehtJährlicher Award, Reformagenda, zertifizierte Trainer:innen, inklusive Hubs, Beschaffungspartner und öffentlich messbare Inklusionsdimension.
Warum es zähltDie Schweiz bekommt nicht nur einzelne Erfolgsgeschichten, sondern einen wiederholbaren Weg, wie Disabled Founder:innen gründen, wachsen und politisch ernst genommen werden.
12 Monate · CHF 100'000 Award-Pool · 15 zertifizierte Trainer:innen
Der Querschnitts-Layer
EnableMatch ist die digitale Plattform, die alle vier Module trägt — und gleichzeitig die NZZ-ZHAW Startup Selection Switzerland um eine Inklusionsdimension erweitert. Sie tut vier Dinge:
Co-Founder-Matching — Drei Tandem-Typen, davon einer (Disabled–Disabled) weltweit einzigartig.
Hub-Matching — Ein neuer „Inclusive Hub“-Indikator im bestehenden Hub-Vertical.
Coach-Matching — Zertifizierter Pool von 30 Coaches, mind. 10 mit eigener Behinderung.
Capital-Matching — Kuratierter Zugang zu Förderungen, Investor:innen und IV-Selbstständigkeits-Optionen.
Vollständig WCAG 2.2 AA-konform — ein Standard, den die meisten Founder-Plattformen nicht erfüllen.
Worauf wir aufbauen

700+
Disabled Founders aus 15 Ländern
Seit 2019 der weltweit führende Accelerator für Founder mit Behinderung. Über 80 Mio. USD eingeworbenes Kapital. Cohort-Format „by and for“. Apprenticeship-Programm zertifiziert vom US-Arbeitsministerium.
Was wir übernehmen: Cohort-Logik, Selbstverständnis als Programm von Disabled Founders, Verbindung von Curriculum und Pitch-Wettbewerb.
£1,5 Mio.
an Disabled Entrepreneurs seit 2006
Partnerschaft der Stelios Philanthropic Foundation mit Leonard Cheshire. Drei jährliche Awards und etablierte Leuchtturm-Wirkung mit hoher Medienreichweite.
Was wir übernehmen: Award-Format als Schlussstein, PR-Logik, Kombination aus individuellem Cash und institutioneller Förderung.
1 Mio.
Menschen in Entrepreneurship-Skills trainiert
Rechtebasierter NGO-Ansatz, verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention. Befähigt nicht nur Individuen, sondern auch Trainingsinstitutionen.
Was wir übernehmen: Train-the-Trainer-Logik, institutionelle statt nur individueller Wirkung.



Schweizer Realität
Die nächste Iteration dieser Seite sollte drei bis fünf zeitgenössische Schweizer Founder:innen mit Behinderung zeigen: mit Foto, Name, Geschäft und einem Satz zur eigenen Erfahrung. Bis die Porträts freigegeben sind, markiert diese Fläche den kuratorischen Auftrag des Programms.
Solo-Selbständige mit Behinderung
Digitale Dienstleister:innen
Coachs und Berater:innen
Handwerk und Produktentwicklung
Community-Fälle via EnableMe
Wer das baut
Startup Campus
Verantwortet den Aufbau als umsetzbare Entrepreneurship-Initiative statt als gut gemeintes Nebenprojekt.
Startup Campus · ZHAW IIE
Verbindet Forschung, Startup-Ökosystem und Programmarchitektur, damit EnableFounders institutionell tragfähig wird.
zu besetzen
Diese Rolle ist Bedingung des Modells: Wer betroffen ist, gestaltet Curriculum, Beirat und Veto-Rechte mit.
Was 2030 anders sein wird
In vier Jahren werden mindestens 20 Schweizer Unternehmen von Founder:innen mit Behinderung gegründet sein. 30 zertifizierte Coaches und 12 inklusive Hubs werden in Betrieb sein. Der EnableFounders Award wird jährlich drei neue Vorbilder produzieren.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen wird konkrete Reformvorschläge auf dem Tisch haben. Und die NZZ-ZHAW Startup Selection wird Inklusion als Datendimension messen — bei jedem Hub, jedem Coach, jedem Programm im Land.
Das ist keine Vision. Das ist der Output dieses Programms.Getragen von
Mögliche Förderpartner:innen
CHF 2,7 Millionen über vier Jahre. Aus einer generischen Förderbeziehung wird Co-Authorship: Jede Förderrolle hat einen klaren Hebel, eine klare Verantwortung und einen sichtbaren Beitrag zum Ökosystem. Wer fördert, finanziert nicht nur ein Programm, sondern wird Mitautor:in einer neuen Schweizer Gründungsgeschichte.
Lead Partner
Gestaltet Programmarchitektur, Award und öffentliche Positionierung als Co-Autor:in mit.
Founding Co-Partner
Erhält Sitz im Beirat und finanziert einen klaren Programmbaustein wie Coaching, Grants oder EnableMatch.
Strategic Supporter
Bindet Innosuisse, kantonale IV-Pilotprogramme oder öffentliche Innovationsförderung an die Skalierung an.
Matthias Filser
Startup Campus[email protected]Richard Bläse
Startup Campus · ZHAW IIE[email protected]Vollständige Projektskizze als PDF anfordern · Curriculum Modul B im Detail